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Patienten
Modul-Dokumentation

Patienten

Das Patienten-Modul erfasst und koordiniert die medizinische Versorgung von Verletzten und Erkrankten bei Großschadenslagen — von der Erstaufnahme über die Zuweisung von Rettungsmitteln bis zum Transportabschluss in ein Krankenhaus oder die Entlassung.

Echtzeitaktualisierung via WebSocket eGK-Kartenleser-Integration OPTA-Einheitenzuweisung UHS-Anbindung
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Übersicht

Hauptansicht · Menüpfad: Patienten

Patienten Übersicht

Die Übersicht zeigt alle erfassten Patienten eines Einsatzes in einer Tabelle mit farbigen Statusbadges. Die Liste wird automatisch per WebSocket aktualisiert — Änderungen durch andere Nutzer erscheinen sofort.

Wichtige Bedienelemente

  • Status-Filter-Schaltflächen (oben): Blenden Patienten nach Status ein/aus — Abgebrochen, Transport, In Behandlung, Entlassen + Divi liegt vor, Entlassen + Divi fehlt.
  • Sichtungskategorie-Filter (SK ISK IV, direkt neben den Status-Filtern): Blenden Patienten nach erfasster Sichtungskategorie ein/aus. Patienten ohne gesetzte Sichtungskategorie sind von diesem Filter nicht betroffen und bleiben immer sichtbar. Wie die Status-Filter wird die Auswahl im Browser gespeichert (localStorage) und bleibt auch nach einem Neuladen der Seite erhalten.
  • Suchfeld (oben rechts): Filtert nach Name, Patientennummer oder zugewiesener Einheit in Echtzeit.
  • Pat.-Nr.: Fortlaufende, einsatzspezifische Patientennummer (z. B. P1, P2, …), automatisch beim Anlegen vergeben.
  • Spalte Einheiten: Zeigt alle aktuell und ehemals zugewiesenen Einsatzmittel mit Zeitspanne.
  • Über Patient hinzufügen (oben rechts) gelangt man zum Anlege-Formular.
Hinweis: Einsatzmittel-Kacheln können auch per Drag-and-Drop aus einer anderen Browser-Ansicht direkt auf eine Patientenzeile gezogen werden, um sie zuzuweisen — praktisch im Zwei-Fenster-Betrieb.

Patient anlegen

Menüpfad: Patienten → Patient hinzufügen

Patient anlegen

Das Anlege-Formular ist zweispaltig aufgebaut: links die Stammdaten, rechts Status und Einheitenzuweisung. Alle Felder sind optional — der Patient kann auch ohne weitere Angaben sofort gespeichert werden, um in hektischen Lagen Zeit zu sparen.

Formularfelder (linke Spalte)

STAMMDATEN
  • Vorname / Nachname
  • Geburtsdatum (Format TT.MM.JJJJ)
  • Geschlecht (Unbekannt / Männlich / Weiblich / Sonstig)
MEDIZINISCH & ORGANISATORISCH
  • Verdachtsdiagnose — Auswahl aus den tenant-weit gepflegten Diagnosen
  • UHS — zuständige Unfallhilfsstelle (siehe Hinweis unten)
  • Transport organisieren — Checkbox, markiert den Patienten als transportbedürftig
  • Bemerkung F2 — Freitextfeld, per Tastenkürzel direkt fokussierbar
  • Patientenprotokoll liegt vor — DIVI-Checkbox (siehe Hinweis unten)
  • Sichtungskategorie (SK I–IV) — siehe Hinweis unten
UHS: Unfallhilfsstelle. Das Feld erscheint nur, wenn die Einsatzlage UHS überhaupt nutzt (Mission-Einstellung „UHS verwenden"). Wird beim Anlegen eine UHS ausgewählt, weist rk automatisch ein passendes Einsatzmittel vom Typ „UHS" mit demselben Namen zu — die Verknüpfung zwischen Patient und Unfallhilfsstelle entsteht damit ohne zusätzlichen Schritt. Details zur Stationsverwaltung, dem Belegungs-Dashboard und der Lagekarten-Positionierung sind in der separaten Dokumentation Unfallhilfsstelle (UHS) beschrieben.
DIVI-Checkbox: Markiert nur, dass ein DIVI-Schwerverletztenprotokoll (bundeseinheitliches Dokument der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zur Erstbefund-/Verlaufsdokumentation) existiert — der Protokollinhalt selbst wird in rk nicht abgebildet.
Sichtungskategorie (SK I–IV): Optionale Erfassung der bereits am Schadensort getroffenen Sichtungs-Einstufung (Triage). Ersetzt nicht die Sichtung selbst — die erfolgt weiterhin papierbasiert auf der Patientenanhängekarte; rk digitalisiert nur das Ergebnis für die Übersicht. Die gewählte Kategorie erscheint als farbiges Badge in der Patientenliste (siehe Abschnitt Übersicht, dort auch per SK-Filter ein-/ausblendbar) und wird, sofern geändert, im Einsatztagebuch des Patienten vermerkt. Ist der Patient einer Unfallhilfsstelle zugeordnet, fließt die Sichtungskategorie zusätzlich in deren Belegungs-/Sichtungsstatistik ein — siehe UHS-Dokumentation.

Schritt für Schritt

  1. Schaltfläche Patient hinzufügen anklicken.
  2. Stammdaten eingeben, soweit bekannt — alle Felder sind optional.
  3. Verdachtsdiagnose und ggf. UHS auswählen.
  4. Bei Bedarf Transport organisieren aktivieren und eine Bemerkung hinterlegen.
  5. Speichern — der Patient erhält automatisch eine Patientennummer und erscheint in der Übersicht.
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e-Health-Karte auslesen

Im Anlege-/Bearbeiten-Formular · Tastenkürzel F4

e-Health Karte auslesen Button im Patienten-Modal

Ist ein eGK-Kartenleser am Arbeitsplatz angeschlossen und das egk-Tray-Tool gestartet, erscheint im Anlege-Formular die Schaltfläche e-Health Karte auslesen (F4). Ein Klick liest Vorname, Nachname, Geburtsdatum und Geschlecht direkt von der eingelegten elektronischen Gesundheitskarte aus und trägt sie automatisch in die entsprechenden Felder ein.

Ausgelesene eGK-Daten im Patienten-Modal

Schritt für Schritt

  1. eGK in den angeschlossenen Kartenleser einlegen.
  2. Im Anlege- oder Bearbeiten-Formular auf e-Health Karte auslesen klicken (oder F4 drücken).
  3. Vorname, Nachname, Geburtsdatum und Geschlecht werden automatisch übernommen.
  4. Übrige Felder (Diagnose, UHS, Bemerkung …) wie gewohnt ergänzen und speichern.
Datenschutz: Die Kommunikation mit dem Kartenleser läuft direkt im Browser über eine lokale WebSocket-Verbindung zum egk-Tray-Tool — die Kartendaten durchlaufen nicht den rk-Server, bevor sie ins Formular eingetragen werden.
Einrichtung des Kartenlesers: Installation, Auswahl des Lesegeräts und Fehlerbehebung sind ausführlich in der separaten Dokumentation eGK-Kartenleser beschrieben.
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Status verwalten

Im Anlege-/Bearbeiten-Formular · Bereich Status

Patientenstatus Transportiert mit Krankenhaus- und Transporttyp-Feldern

Jeder Patient durchläuft genau einen von vier Status. Der Status wird über die drei Schaltflächen im Bereich Status gesteuert — je nach Auswahl blendet das Formular zusätzliche Felder ein.

Die vier Stati

Status Bezeichnung Bedeutung
1Aktuell in BehandlungStandardstatus eines neu angelegten Patienten.
2AbbruchBehandlung wurde abgebrochen (z. B. Patient verschwunden, Fehlalarm).
3TransportiertPatient wird/wurde in ein Krankenhaus transportiert — blendet Krankenhaus- und Transporttyp-Felder ein.
4EntlassenBehandlung vor Ort abgeschlossen, kein Transport nötig.

Felder bei Status „Transportiert"

  • Krankenhaus: Zielklinik aus der tenant-weiten Krankenhausliste.
  • Einsatznummer: Externe Referenznummer, z. B. die Einsatznummer des Rettungsdienstträgers.
  • Transporttyp: KTW = Krankentransportwagen (ohne Notfallausstattung), RTW = Rettungstransportwagen (Notfallrettung), RTW + NEF = RTW-Transport mit zusätzlicher Begleitung durch ein Notarzteinsatzfahrzeug, oder Sonstig.
Hinweis: Bei den Stati Entlassen (Felder „Übergeben an", „Patient verweigert Behandlung", „Ambulante Behandlung") und Abbruch (Felder „Begründung", „Melder") blendet das Formular weitere Felder ein. Diese Angaben werden nicht als eigene Patientenfelder gespeichert, sondern fließen als Text in den jeweiligen Einsatztagebuch-Eintrag des Patienten ein.
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Einheiten zuweisen

Im Anlege-/Bearbeiten-Formular · Bereich Einheiten · Tastenkürzel F3

Einheiten-Zuweisung im Patienten-Modal mit zugewiesenem Rettungsmittel

Im Bereich Einheiten werden einem Patienten Einsatzmittel über deren OPTA zugewiesen — die eindeutige Funkrufname-Kennung eines Einsatzmittels im BOS-Digitalfunk (TETRA). Eine Autovervollständigung schlägt passende OPTA-Werte während der Eingabe vor.

Schritt für Schritt

  1. Feld OPTA eingeben … anklicken (oder F3 drücken).
  2. OPTA eintippen — die Autovervollständigung schlägt bekannte Einsatzmittel vor.
  3. Über die grüne +-Schaltfläche zuweisen.
  4. Die Einheit erscheint in der Tabelle mit Zuweisungszeitpunkt; über das rote ×-Symbol kann die Zuweisung wieder beendet werden.
SDS / Callout senden: Verfügt die zugewiesene Einheit über eine TETRA-ISSI, erscheint zusätzlich ein Brief-Symbol — darüber lässt sich direkt eine Textnachricht (SDS/Callout) an die zugewiesene Einheit senden, vorbelegt mit Patientennummer und Bemerkung.
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Patient drucken

Erreichbar über: Drucker-Schaltfläche in der Übersicht

Druckansicht eines Patienten

Die Druckansicht fasst die Daten eines Patienten auf einer schlanken, druckoptimierten Seite zusammen: Stammdaten (Name, Geschlecht, Geburtsdatum), Verdachtsdiagnose, Sichtungskategorie, Bemerkung, die Liste der zugeordneten Einheiten mit Zuweisungszeitraum sowie — bei Status „Transportiert" — die Transportdaten (Krankenhaus, Einsatznummer).

Schritt für Schritt

  1. In der Übersicht bei der gewünschten Patientenzeile auf das Drucker-Symbol klicken.
  2. Die Druckansicht öffnet sich in einem neuen Tab.
  3. Über die Druckfunktion des Browsers (Strg+P / Cmd+P) ausdrucken oder als PDF speichern.
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Tastaturkürzel

Übersicht aller Tastenkombinationen im Patienten-Modul

Übersichtsseite (kein Modal offen)

Kürzel Aktion
Ctrl + N Neuen Patienten anlegen — öffnet das Patienten-Modal

Innerhalb des Patienten-Modals

Kürzel Aktion
Ctrl + S Patienten speichern, Modal bleibt geöffnet — nützlich für schnelle Folgeänderungen oder Einheitenzuweisung
F1 Fokus auf das Feld Vorname
F2 Fokus auf das Feld Bemerkung
F3 Fokus auf das Feld OPTA eingeben … (Einheitenzuweisung)
F4 e-Health-Karte auslesen — nur sichtbar, wenn ein Kartenleser angeschlossen ist
Esc Modal schließen (ohne Speichern)
Hinweis Mac: Auf Apple-Geräten ersetzt ⌘ Cmd die Ctrl-Taste — also ⌘+S zum Speichern und ⌘+N für Neu.